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Bonbon-MüllerPart 4

Redesign bonbon-mueller.de v2 — Part 4: Vom Shop zur Plattform

Vier Wochen nach dem Businessplan

In Part 3 ging es um den Go-Live — und darum, warum KI-gestützte Entwicklung ohne erfahrenen Orchestrator nicht funktioniert. Jetzt, eine Woche später, hat sich bonbon-mueller.de von einem Shop zu einer Plattform entwickelt.

Was bedeutet das? Ein Shop verkauft Produkte. Eine Plattform baut Kundenbeziehungen auf.

Das Kundenkonto: Sieben Module in einer Woche

Der größte Meilenstein dieser Woche: Ein vollständiges Kundenkonto-System. Nicht ein Login-Formular und eine Bestellliste — sondern ein durchdachtes System aus sieben aufeinander aufbauenden Modulen:

1. Foundation: Shopware-Anbindung & Middleware

Bevor eine einzige UI-Komponente entstehen konnte, musste die Basis stehen: Die Shopware Store API für Kundenregistrierung, Login, Token-Management und Session-Handling. Dazu eine Middleware, die geschützte Routen absichert und Auth-State über die gesamte Anwendung konsistent hält.

2. Login & Registrierung

Zwei Seiten, die einfach klingen — aber in der Praxis komplex sind: Passwort-Validierung, Fehlerbehandlung, Redirect nach Login zurück zur vorherigen Seite, und eine Registrierung, die genau die Felder abfragt, die Shopware erwartet.

3. Account-Dashboard

Die Schaltzentrale für den eingeloggten Kunden: Übersicht über letzte Bestellungen, gespeicherte Adressen und Profilinformationen. Ein responsives Layout, das auf Desktop und Mobile funktioniert.

4. Bestellhistorie

Liste aller Bestellungen mit Status, Datum und Gesamtbetrag — plus eine Detailansicht für jede einzelne Bestellung mit allen Positionen, Preisen und Versandinformationen.

5. Adressverwaltung

Kunden können mehrere Liefer- und Rechnungsadressen anlegen, bearbeiten und als Standard setzen. Klingt trivial — aber die Shopware Store API hat hier eigene Konventionen, die sauber abstrahiert werden mussten.

6. Profilverwaltung

Name, E-Mail, Passwort ändern — mit korrekter Validierung und Feedback. Auch hier: Die Integration mit Shopware's Customer-Update-Endpunkten war der eigentliche Aufwand, nicht das UI.

7. Header-Integration & Checkout-Anbindung

Das letzte Modul verbindet alles: Der Header zeigt den Auth-State an (eingeloggt/ausgeloggt), der Checkout erkennt bestehende Kunden und füllt Adressen automatisch aus. Das Ergebnis: Ein nahtloser Flow vom Browsing über den Login bis zur Bestellung.

Das Kundenkonto-Dashboard — sieben Module, eine Woche Entwicklungszeit
Das Kundenkonto-Dashboard — sieben Module, eine Woche Entwicklungszeit

Sieben Features, die aufeinander aufbauen. In einem klassischen Projekt wäre das ein Sprint — mit Tickets, Schätzungen, Daily Standups und einer Retro am Ende. Hier war es eine Woche fokussierte, KI-gestützte Entwicklung mit einem klaren Plan.

Performance: Jede Millisekunde zählt

Parallel zum Kundenkonto haben wir die Performance weiter optimiert:

  • Image Proxy — Produktbilder werden jetzt über einen eigenen Proxy geladen, der automatisch das richtige Format (WebP/AVIF) und die richtige Größe liefert. Ergebnis: dramatisch reduzierte Ladezeiten bei Bildern
  • LCP-Optimierung — Der Largest Contentful Paint wurde durch optimiertes Image Loading und Preloading verbessert
  • Layout Shift eliminiert — Breadcrumbs und andere dynamische Elemente haben jetzt feste Dimensionen, um Cumulative Layout Shift zu vermeiden

Diese Optimierungen klingen technisch — aber sie sind der Unterschied zwischen einem Shop, den Google liebt, und einem, der auf Seite zwei verschwindet.

SEO: Von technisch sauber zu strategisch

In Part 3 haben wir die technische SEO-Basis gelegt. Diese Woche ging es um Content-SEO:

  • Kategorie-Seiten bekamen optimierte Meta-Titel und -Beschreibungen mit gezielten Keywords ("Kräuterbonbons kaufen", "zuckerfreie Bonbons")
  • Die Herstellungsseite wurde inhaltlich ausgebaut — mehr Tiefe, mehr Keywords, mehr Autorität für Suchmaschinen
  • Cross-Sell-Empfehlungen auf Produktdetailseiten zeigen jetzt kategorie-basierte Alternativen als Fallback, wenn keine manuellen Empfehlungen gepflegt sind

Gleichzeitig ist das Magazin gestartet — der Blog von bonbon-mueller.de. Die ersten Artikel sind live:

  • *"Salbei: Wirkung, Tradition und warum er in Bonbons wirkt"* — ein 8-Minuten-Artikel über die Heilpflanze, die in vielen Bonbon-Müller-Rezepten steckt
  • *"Kräuterbonbons nach Apothekerrezepturen — Was dahintersteckt"* — die Tradition hinter den Rezepturen
  • *"Zuckerfreie Bonbons: Was steckt drin und für wen sind sie geeignet?"* — ein Ratgeber-Artikel über Isomalt und die zuckerfreie Produktlinie

Diese Artikel sind nicht nur Content — sie sind der Beginn einer Topic-Cluster-Strategie. Jeder Artikel zielt auf Long-Tail-Keywords, die potenzielle Kunden in der Recherche-Phase abholen, bevor sie überhaupt wissen, dass sie Bonbons kaufen wollen.

Admin-Dashboard: Daten statt Bauchgefühl

Eine neue, passwortgeschützte Admin-Seite zeigt jetzt Shopware-Verkaufsdaten direkt im Frontend — Bestellungen, Umsatz, Trends. Kein Einloggen in drei verschiedene Backends mehr, um zu verstehen, wie der Shop läuft.

Newsletter: Die Brevo-Anbindung

Die Newsletter-Integration über Brevo (ehemals Sendinblue) ist jetzt live. Besucher können sich auf der Seite für den Newsletter anmelden — ein weiterer Baustein für langfristige Kundenbindung, der über den reinen Shop-Verkauf hinausgeht.

Checkout-Verfeinerung

Kleine, aber wichtige Verbesserungen am Checkout-Flow:

  • Versandoption als separater Schritt entfernt — weniger Klicks bis zur Bestellung, weil aktuell nur eine Versandmethode verfügbar ist
  • Mobile Navigation repariert — ein Bug, der auf kleinen Bildschirmen die Navigation unbrauchbar machte

Was diese Woche zeigt

Die erste Woche war Design. Die zweite Woche war der Shop. Die dritte Woche war der Go-Live mit Qualitätssicherung. Die vierte Woche hat den Shop zur Plattform gemacht.

Ein Kundenkonto mit sieben Modulen. Ein Magazin mit SEO-Strategie. Ein Admin-Dashboard. Newsletter-Anbindung. Performance-Optimierung. Das ist normalerweise der Scope von Wochen bis Monaten — nicht von einer Woche.

Aber der eigentliche Punkt ist nicht die Geschwindigkeit. Es ist die Kohärenz: Jedes Feature fügt sich nahtlos in das Gesamtsystem ein, weil ein Orchestrator den Überblick behält. Das Kundenkonto nutzt dasselbe Design-System wie der Shop. Das Magazin ist SEO-technisch mit den Produktseiten verknüpft. Das Admin-Dashboard greift auf dieselbe Shopware-API zu wie der Checkout.

KI-gestützte Entwicklung heißt nicht, sieben Dinge gleichzeitig zu bauen und zu hoffen, dass sie zusammenpassen. Es heißt, sieben Dinge gleichzeitig zu bauen und sicherzustellen, dass sie zusammenpassen.

Wie es weitergeht

  • ERP-Integration — Bestellungen automatisch an ERPNext übergeben, damit Buchhaltung und Logistik nahtlos funktionieren
  • Produktbewertungen — Kunden sollen Produkte bewerten können, um Social Proof aufzubauen
  • Geschenkversand — eine Funktion, die gerade bei Bonbons naheliegt
  • Weitere Magazin-Artikel — die Topic-Cluster-Strategie weiter ausbauen

Vier Wochen. Vom Businessplan zur E-Commerce-Plattform. Das ist das Versprechen von KI-gestützter Entwicklung — eingelöst.

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