Redesign bonbon-mueller.de v2 — Part 1: Vom Businessplan zum Designkonzept
Die Ausgangslage
Bonbon-Müller stellt seit 1949 handgemachte Kräuterbonbons in Duisburg her. Drei Generationen Familientradition, Rezepte, die sich bewährt haben, und eine treue Kundschaft. Der bestehende Online-Shop sieht so aus:

Funktional? Ja. Aber austauschbar. Kein Gefühl für die Marke. Keine Geschichte. Ein Standard-Template, das genauso gut Schrauben verkaufen könnte.
Die Inputs
Für das Redesign hatten wir drei Quellen:
1. Der Businessplan
Der Kunde hat einen ausführlichen Businessplan — mit klaren Wachstumszielen für den Online-Kanal und definierten Markenwerten: Bodenständigkeit, Verlässlichkeit, Neugier, Vernetzung.
2. Die Shop-Analyse
Unser KI-gestütztes Team hat den bestehenden Shop systematisch analysiert. Das Ergebnis: ein detaillierter Review-Report mit klaren Befunden.
- Keine eigene Farbpalette — generisches Weiß/Grau
- Keine Markentypografie — Standard-Systemschriften
- Kein visuelles Identitätssystem — keine Muster, keine Illustrationen
- Produktkategorien liefern 404-Fehler — ein Conversion-Killer
- Kontaktseite enthält nur eine E-Mail-Adresse
- Keine Social-Media-Präsenz
- Die faszinierende Gründergeschichte (Wilhelm Müller, geboren 1924, kochte seine ersten Bonbons vor Publikum auf dem Wochenmarkt) versteckt sich tief in einer Unterseite
Gesamtbewertung: 5,5 von 10. Solide Technik, aber die Marke wird nicht ansatzweise transportiert.
3. Die Produktfotos
Der entscheidende Input: echte Fotos der Bonbons, der Produktion, der Kräuter. Aus diesen Bildern hat unser System die Farbpalette extrahiert — die warmen Rottöne des Bonbon-Suds, das Amber der Kräuterextrakte, die cremigen Neutraltöne der Manufaktur.
Das Ergebnis: Sechs Designrichtungen in einem HTML-Dokument
Aus diesen drei Inputs hat unser KI-gestütztes Designteam ein vollständiges Exploration-Dokument generiert — sechs unterschiedliche Designrichtungen, alle basierend auf derselben fotografiebasierten Farbpalette:

Das komplette, interaktive Dokument können Sie hier ansehen: Design-Richtungen öffnen
Jede Richtung exploriert einen anderen Ansatz:
- Editorial Magazine — Fotografie-geführt, Magazin-Stil. Die Geschichte und der Shop verschmelzen zu einem redaktionellen Erlebnis.
- Warm Artisan — Heritage-betont, warme Cremetöne, Handwerks-Hinweise auf jeder Produktkarte.
- Bold DTC — Conversion-optimiert, kräftige Typografie, starke CTAs. Moderne Direct-to-Consumer-Energie.
- Story Scroll — Die Homepage IST die Geschichte. Produkte tauchen erst auf, nachdem die Story überzeugt hat.
- Clean Commerce — Effizienz zuerst. Schneller Produktzugang, klares Grid, Handwerk als Akzent.
- Immersive Heritage — Dunkel, cinematisch, Premium-Positionierung auf Maximum.
Was hier beeindruckend ist
Das ist kein Mockup in Figma. Das ist ein vollständiges, interaktives HTML-Dokument mit:
- Einer Farbpalette, die direkt aus den Produktfotos abgeleitet wurde
- Einem durchdachten Typografie-System (DM Serif Display + DM Sans)
- Sechs komplett ausgearbeiteten Layout-Varianten mit echtem Content
- Einer Vergleichsmatrix, die jede Richtung nach Zielgruppe, Conversion-Speed und Brand Elevation bewertet
Der Zeitaufwand? Nicht Wochen. Nicht Tage. Stunden. Das ist der Unterschied, den KI-gestützte Entwicklung macht — nicht Abstriche bei der Qualität, sondern Elimination der Wartezeiten, die in traditionellen Projekten den Großteil der Durchlaufzeit ausmachen.
Wie es weitergeht
Die Empfehlung aus der Analyse: Eine Kombination aus Editorial Magazine (Fotografie + Layout) und Warm Artisan (Vertrauenssignale + Produktkarten) — damit werden beide Zielgruppen bedient: die jüngere Entdeckerin und die treue Stammkundin.
Im nächsten Teil zeigen wir, wie aus dieser Designrichtung ein funktionierender Shop wird.
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